Ellen Schmitz

Vereinbarkeit von Familie und Beruf: Großtagespflegestelle
Seit geraumer Zeit beschäftigen sich die CDA Frechen und die CDA Rhein-Erft mit der Frage, wie Familie und Beruf für die Menschen in der Region besser vereinbart werden können. Unter der Leitfrage: „Familie zwischen den Stühlen?“ haben sich die Mitglieder auf die Suche nach familienfördernden Modellen gemacht, die Schule machen könnten. Gestoßen sind sie dabei auf das St.-Katharinen-Hospital Frechen, das seit März 2015 auf Initiative der Mitarbeitervertretung mit optimaler Unterstützung der Geschäftsleitung eine Großtagespflegestelle eingerichtet hat. Bei einem Ortstermin mit Begehung der Kinderbetreuungsgruppen erkundigten sich die Mitglieder des Verbandes unter Federführung der Frechener CDA-Vorsitzenden Ellen Schmitz zusammen mit Bürgermeisterin Susanne Stupp über den genauen Aufbau der beliebten Anlaufstellen für Berufstätige. Aktuell bietet das St.-Katharinen-Hospital Frechen insgesamt 18 Kindern einen Platz. Ein Notplatz für dringende Fälle wird möglichst freigehalten, beispielsweise für neue Mitarbeitende, die schnell Bedarf haben. Die geschilderte Situation mache klar, stellte Ellen Schmitz fest, dass insgesamt ein hoher Bedarf an flexibler sowie arbeitsplatznaher Betreuung bestehe. „Wir könnten offenbar in Frechen noch viel mehr Großtagespflegestellen vertragen.“ Anders als bei Kindertagesstätten sind die gesetzlichen Bestimmungen bei der Großtagespflege leichter umzusetzen. In der St.-Katharinen-Einrichtung haben drei qualifizierte Tagesmütter und ein Tagesvater die Räumlichkeiten zu guten Konditionen angemietet. Sie arbeiten hier als selbstständige Unternehmer. Dabei haben sie sich auf die besonderen Zeiten, die sich in einem Klinikbetrieb für Angestellte ergeben, voll eingerichtet. Die Räume sind kindgerecht ausgestattet und gesichert. Mit einer Küche, bunten Spielzimmern sowie kleinen Bettchen sind Spiel, Verpflegung und Mittagsschlaf gewährleistet. Alles was ein Kind im Tagesablauf benötigt, einschließlich persönlicher Wärme und kleiner Ausflüge, wird geboten. „Für Eltern ist es sicher ein gutes Gefühl, das Kind gleich in der Nähe des Arbeitsplatzes zu wissen, stellte sich Ellen Schmitz vor. „Hier ist die Vereinbarkeit von Beruf und Familie mit idealen Rahmenbedingungen gewährleistet.“ Jetzt gilt es die erhaltenen Eindrücke und Informationen auch in andere Betriebe in Frechen und darüber hinaus im Rhein-Erft-Kreis weiter zu tragen und das Projekt vorzustellen, um zukünftig noch vielen weiteren Familien diese Möglichkeit der Betreuung zur Verfügung stellen zu können.

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